Schwebekörper-Durchflussmesser

-Berechnung neue Skala eines Schwebekörper Durchflussmesser-


Fachinformationen über Schwebekörper-Durchflussmesser

schwebekoerper.de ist eine unabhängige Fachseite über Schwebekörper-Durchflussmesser. Sie erläutert verständlich das Messprinzip, die Funktionsweise und die Genauigkeit dieser Durchflussmessgeräte. Weitere Themen sind Bauarten, Messbereiche, Montage, Zubehör und die Berechnung des Durchflusses.

Ein Marktüberblick informiert über unterschiedliche Typen von Schwebekörper-Durchflussmessern und deren Einsatzbereiche. Ergänzend finden Sie Informationen zu wichtigen Fachmessen, auf denen Hersteller ihre Messgeräte und technischen Lösungen vorstellen.

Kostenlose Online-Rechner unterstützen Sie bei der Berechnung von Schwebekörper-Durchflussmessern, der Umrechnung von Durchflusseinheiten und der Berechnung von Strömungsgrößen. Damit lassen sich technische Fragestellungen schnell und praxisnah bearbeiten.

Die Fachinformationen beruhen auf langjähriger praktischer Erfahrung in der Mess- und Regeltechnik. Sie verbinden technische Grundlagen mit verständlichen Erklärungen und praxisbezogenem Wissen rund um die Durchflussmessung.

Autor und fachlich Verantwortlicher:
Dipl.-Ing. Harald Peters
Fachautor für Durchflussmesstechnik

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Berechnung einer neuen Skala bei Änderung der Betriebsbedingungnen oder des Mediums

Damit ein konisches Rohr mit einem Schwebekörper als Durchflussmessgerät verwendet werden kann, muss das Gerät zunächst kalibriert werden.
Die Kalibrierung erfolgt üblicherweise auf einem Prüfstand durch Vergleichsmessung mit anderen, genaueren Messgeräten; alternativ durch auswiegen oder auslitern der pro Zeiteinheit durchgeflossenen Menge an Fluid.

Die für verschiedene Höhen des Schwebekörperstandes ermittelten Durchflusswerte (Skala) gilt nur für das bei der Kalibrierung verwendete Fluid bei den dabei vorhandenen Betriebsbedingungen.
Sollen die Geräte für andere Fluide (mit andere Dichte und Viskosität) oder andere Betriebsbedingungen (Druck und Temperatur) eingesetzt werden, so muss eine neue Kalibrierung erfolgen.

Die Untersuchungen von G. Ruppel und K.-J. Umpfenbach haben gezeigt, dass es auch möglich ist eine vorhandene Skala auf andere Fluide und/oder Betriebsbedingungen umzurechnen.
Auf dieser Basis haben die verschiedenen Hersteller Berechnungsroutinen ermittelt, die dann in der VDI 3513 Blatt 1 vereinheitlicht wurden.

Beispiel zur Umrechnung einer Skala

Die Berechnungen erfolgen mit Beispielwerten.
Anpassung an ihren Schwebekörper Durchflussmesser.
Alle Werte für den Schwebekörper, Messstoff 1 (alte Skala) und Messstoff 2 (neue Skala) können Sie durch ihre Werte ersetzen und die dazugehörigen Ruppel-Zahlen (Ru) errechnen lassen.
Mit den Ruppel-Zahlen können sie aus ihrem Kennlinienblatt die jeweiligen α-Werte ermitteln.
Nach Eintragen der α-Werte in die Tabelle, werden damit ihre Durchflusswerte [l/h] für die verschiedenen Schwebekörperpositionen errrechnet.
Als Bezug zu den errechneten Durchflusswerte ist das Durchmesserverhältnis (δ) nach DIN aus der Kennlinienkurve vorgesehen.
Sie können als Bezug auch eventuell andere vom Hersteller angegebene Werte für die Höhe des Schwebekörperstandes eintragen.
Bsp.: [mm], [%], [m-Wert], [l/h alte Skala]

Schwebekörper / Messstoff Eingabe

Daten Schwebekörper
mm
g
g/cm³
Daten Messstoff 1
°C
bar abs.
g/cm³
mPa·s
Ru * 1000
Daten Messstoff 2
°C
bar abs.
g/cm³
mPa·s
Ru * 1000

Berechnung Qv zu den abgelesenen α-Werten

Bezug
α1
l/h
α2
l/h

Kennlinie oder Tabelle

Hersteller ermitteln durch Versuche für jede Kombination aus Messrohr und Schwebekörper sowie für verschiedene Messstoffe, wie die Ruppel-Zahl (Ru) von der Durchflusskennzahl (α) bei unterschiedlichen Durchmesserverhältnissen (δ) abhängt.
Die Ergebnisse werden in Kennlinienblättern oder Tabellen dokumentiert.
Einige Hersteller liefern diese Kennlinien oder Tabellen direkt mit dem Durchflussmesser aus. Damit können Kunden die für die Berechnung einer neuen Skala notwendigen α-Werte ablesen, passend zur berechneten Ruppel-Zahl und bei verschiedenen Durchmesserverhältnissen (δ).
Der Ringspalt zwischen Schwebekörper und Messkonus ist entscheidend für den Durchfluss:
Je höher der Schwebekörper steigt, desto größer wird der Ringspalt.
Das Durchmesserverhältnis δ wird als dimensionslose Zahl aus dem Höhenstand des Schwebekörpers berechnet und im Kennlinienblatt dargestellt:

Bild Formel Durchmesserverhältnis
d= Durchmesser Innendurchmesser Messkonus [mm]
D= Durchmesser Schwebekörper [mm]

Das Durchmesserverhältnis wird vom Hersteller einer mm-Skala, einer %-Skala oder einer bestehenden Skala zugeordnet. Manche Hersteller verwenden statt des Durchmesserverhältnis, das Öffnungsverhältnis (δ-1) als Maß für den Stand des Schwebekörpers.
Bild Kennlinienblatt
Hinweis zur Autorenschaft
Alle auf www.schwebekoerper.de veröffentlichten Fachartikel wurden von Harald Peters persönlich erstellt oder fachlich geprüft.
Autor dieses Artikels:
Harald Peters – Fachautor für Durchflussmesstechnik.
Letzte Aktualisierung der Seite: 2026